Bakelit
Hier ein paar historische Informationen zu Bakelit
wie man testet und identifiziert
Geschichte des Bakelits
Bakelit wurde 1907 von dem belgisch-amerikanischen Chemiker Leo Baekeland entwickelt und war der weltweit erste vollständig synthetische Kunststoff. Als „Material der tausend Anwendungen“ bezeichnet, revolutionierte es aufgrund seiner außergewöhnlichen Hitzebeständigkeit, elektrischen Nichtleitfähigkeit und Formbarkeit die moderne Fertigungs- und Elektronikindustrie.
Bakelitschmuck entstand in den 1920er-Jahren als erster wirklich synthetischer, gießbarer Kunststoff. Von Designern wie Coco Chanel gefördert, prägte er den Art déco und die Zeit der Weltwirtschaftskrise. Auch heute noch ist er bei Vintage-Sammlern sehr begehrt.


Prüfung und Identifizierung von Bakelit-Schmuck




Prüfung und Identifizierung von Bakelit-Schmuck
Bakelit identifizieren
Um echtes Bakelit zu erkennen, sollten Sie sich auf sein Gewicht und seine einzigartige chemische Zusammensetzung verlassen. Prüfen Sie zunächst das Gewicht – es fühlt sich im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoffen überraschend schwer und dicht an. Anschließend können Sie die Echtheit mithilfe eines Reibungs- und Wärmetests, einer Reinigungslösung oder eines speziellen Poliermittels überprüfen.
Physikalische und sensorische Tests
Der Klopftest: Wenn man zwei Stücke echtes Bakelit vorsichtig aneinanderklopft, erzeugen sie ein tiefes, sattes, unverwechselbares „Klack“ und kein hohes Klicken.
Der Gewichtstest: Nehmen Sie den Gegenstand in die Hand. Bakelit ist ein Phenolharz und fühlt sich spürbar schwerer, dichter und wertiger an als leichtere Kunststoffe wie Lucite oder Zelluloid.
Heißwasser- und Geruchstest: Vergewissern Sie sich zunächst, dass es sich nicht um Bernstein handelt, da Hitze oder heißes Wasser Bernstein zum Platzen bringen können. Halten Sie das Stück 30 Sekunden lang unter heißes Wasser oder reiben Sie es kräftig mit dem Daumen, bis es warm wird. Riechen Sie sofort an der Oberfläche. Echtes Bakelit verströmt einen charakteristischen, stechenden Geruch nach verbranntem Gummi oder Formaldehyd.
Testen mit Simichrome
Dies ist eine sehr zuverlässige Methode, um Bakelit oder Catalin zu identifizieren.
Die Prüfung von Bakelit mit Simichrome ist eine zuverlässige und zerstörungsfreie Methode für Sammler. Reiben Sie mit einem Wattestäbchen einen winzigen Klecks der rosa Simichrome-Politur auf eine unauffällige Stelle des Objekts. Verfärbt sich die Creme am Wattestäbchen nach dem Reiben hellgelb, handelt es sich um Catalin.
Ein braunes Ergebnis deutet auf Bakelit hin.
Bakelit leuchtet nicht unter UV-Schwarzlicht, Bernstein hingegen schon.
Unten sehen Sie ein Bild einer kirschroten Bakelit-Halskette und einer echten Bernstein-Halskette in Eigelb-Farbe, die unter UV-Schwarzlicht beleuchtet werden.
Bakelit wird oft fälschlicherweise für Bernstein gehalten.
Worauf Sie achten sollten:
Haben alle Perlen die gleiche Farbe? (Es handelt sich nicht um Bernstein; die Wahrscheinlichkeit, eine antike kirschrote Bernsteinkette zu finden, bei der alle Perlen den gleichen Farbton haben, ist nahezu unmöglich.) Gibt es Einschlüsse? (Nein, dann handelt es sich höchstwahrscheinlich nicht um echten Bernstein; Bernstein ist natürliches, versteinertes Baumharz und weist daher Einschlüsse auf.)
Geschichte des Bakelits
Bakelit wurde 1907 von dem belgisch-amerikanischen Chemiker Leo Baekeland entwickelt und war der weltweit erste vollständig synthetische Kunststoff. Als „Material der tausend Anwendungen“ bezeichnet, revolutionierte es aufgrund seiner außergewöhnlichen Hitzebeständigkeit, elektrischen Nichtleitfähigkeit und Formbarkeit die moderne Fertigungs- und Elektronikindustrie.
Bakelitschmuck entstand in den 1920er-Jahren als erster wirklich synthetischer, gießbarer Kunststoff. Von Designern wie Coco Chanel gefördert, prägte er den Art déco und die Zeit der Weltwirtschaftskrise. Auch heute noch ist er bei Vintage-Sammlern sehr begehrt.

